Bei selbstausrichtenden Rollenlagern wurden zahlreiche Durchbrüche in den Bereichen Werkstoffe, Konstruktion und Prüftechnik erzielt, um den strengen Anforderungen an hohe Belastbarkeit und Zuverlässigkeit unter extremen Betriebsbedingungen, wie sie beispielsweise in der Metallurgie und im Bergbau herrschen, gerecht zu werden.
Im Bereich der übergroßen Lager wurde ein neues Produkt mit halbteiligem Käfig und geteilter Laufbahn erfolgreich vom Band gelaufen. Durch den Einsatz neuer Werkstoffe konnten die Probleme der Verformung großdimensionierter Lagerringe und der Präzisionskontrolle gelöst werden.

Im Hinblick auf die Leistungsoptimierung sorgen der gestanzte Käfig der dritten Generation und die Konstruktion mit beweglichen Trennringen für eine Steigerung der Nennbelastung um über 20 % sowie für eine deutliche Verbesserung der Drehzahl und der Ermüdungslebensdauer. Gleichzeitig verbessern die Beschichtung aus einer Legierung mit hoher Entropie und die Oberflächenmodifizierung durch Ionenimplantation wirksam die Verschleißfestigkeit und Oxidationsbeständigkeit der Lager bei hohen Temperaturen.
Im Bereich der Prüfung und Wartung sorgt das neue Verfahren zur Messung der Diagonalen der Innenringlaufbahn für eine höhere Prozessgenauigkeit, während die Kühlstruktur mit automatischer Nachschmierfunktion eine bedarfsgerechte Schmierung ermöglicht und so die Wartungsintervalle in Umgebungen mit hohen Temperaturen und Staubbelastung verlängert. Diese Innovationen treiben die Entwicklung von Pendelrollenlagern hin zu noch höherer Leistungsfähigkeit voran.